Seit Januar 2022 gilt das Plastiktütenverbot!

Aktualisiert: 29. März


Ab Januar 2022 gilt in Deutschland ein Verbot für leichte Plastiktragetaschen. Wir erklären Ihnen, was das genau bedeutet und empfehlen Ihnen passende Alternativen. Dies ist nach dem im Jahr 2021 in Kraft getretenen Verbot von Einwegplastik Produkten die nächste Stufe der EU-weiten Plastikvermeidungsstrategie.

 

Was verändert sich durch das Verpackungsgesetz?


Mit dem Beginn des Jahres 2022 ist es Händlern verboten, leichte Kunststofftragetaschen an ihre Kundschaft auszugeben. Von diesem Gesetz betroffen sind Taschen mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern. Das bedeutet, dass Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern von dem Gesetzt nicht betroffen sind. Solche sehr leichten Tragetaschen sind beispielsweise die sogenannten „Hemdchen Beutel“ bzw. „Knotenbeutel“, die für den Transport von stückweise angebotenem Obst und Gemüse beliebt sind.


Das diese leichten Plastiktüten von der Bundesregierung basierend auf der entsprechenden EU-Richtlinie folgendermaßen argumentiert:

„Die Plastiktüten dienen dem hygienischen Umgang mit gekauften Obst und Gemüse und beiden der Verschwendung von Lebensmitteln vor. […] Zudem gibt es kaum umweltfreundliche Alternativen“ -Bundesregierung.

Verstöße gegen das Gesetz werden als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet.


Deutschland im internationalen Vergleich?


Deutschland ist eine der führenden Industrienationen mit dem vierthöchsten nominalen BIP weltweit. Trotzdem hinkt Deutschland in vielen Aspekten hinterher. So wurden bereits in 61 Ländern die umweltschädlichen Einweg-Plastiktüten komplett abgeschafft. Obst und Gemüse, welches in kleine Plastiktüten passt, kann auch problemlos in Mehrwegtaschen und –netzen untergebracht werden. Solche Alternativen zu fördern und Verbote konsequent durchzusetzen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.


Gibt es Alternativen?


Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (kurz DUH) rät von der Verwendung von Einwegtüten gänzlich ab – egal um welches Material es sich handelt. Oft sieht man Papiertüten als Alternative. Diese sind im Gegensatz zu Plastiktüten biologisch abbaubar und haben dadurch einen großen Vorteil. Jedoch muss bei der Nutzung dieser Einwegtüten bedacht werden, dass deren Herstellung viel Wasser, Energie und Chemikalien benötigt. Somit ist auch die Umweltbilanz dieser auf dem ersten Blick „nachhaltigen Alternative“ nicht gut.

Wirkliche Alternativen sind selbst mitgebrachte Beutel und Einkaufskörbe. Da diese über viele Jahre hinweg genutzt werden können haben sie eine gute Umweltbilanz.


Was bedeutet das alles für mich?


Der Gesetzgeber kann und muss die Richtung vorgeben, das ist klar. Dass hier noch nicht genug passiert und zu langsam und inkonsequent vorgegangen wird, muss auch angesprochen werden. Aber auch die Verbraucher müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und Eigeninitiative ergreifen. Jedes Unternehmen und jede Privatperson kann die Schritte gehen und gemeinsam die Welt ein Stück besser machen. Wir von der Werbemittelagentur Hagemann haben gemeinsam mit unserem Lieferanten das Ziel und die Möglichkeiten, hier unterstützend für unsere Kunden zu agieren. Zusammen nachhaltig in die Zukunft!