Wie groß ist die Werbemittelbranche und welche Zahlen messen den Nutzen von Werbeartikeln?

Aktualisiert: 29. März


Weshalb Werbeartikel für ein Unternehmen Sinn machen und welche Vorteile sie gegenüber anderen Marketinginstrumenten haben wurde in einem anderen Beitrag bereits erklärt. Aber welche Zahlen stehen eigentlich hinter der Werbeartikelbranche und den Werbegeschenken selbst?

 

Wie groß ist der Werbeartikelmarkt?

Die Werbemittelbranche ist ein nicht zu unterschätzender Markt. Im Jahr 2019 wurde der Rekord Umsatz von 3,65 Mrd. Euro generiert. Wie jede andere Branche blieb jedoch auch die Welt der Werbemittel nicht vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie verschont. So sank der Umsatz im Jahr 2022 auf 2,9 Mrd. Euro. Vergleichbar ist dieser Einbruch mit der Weltwirtschaftskrise aus dem Jahr 2008. Trotzdem ist zu beachten, dass eine Pandemie eine Ausnahmesituation ist und auch eine Zeit ohne Beschränkungen auf uns zukommen wird. Betrachtet man unter diesem Aspekt die Zahlen der Jahre 2004-2020 so lässt sich ein stetiges Wachstum des Umsatzes erkennen.


Zahlen zu Werbeartikeln im deutschen Raum

Der Erinnerungswert von Werbeartikeln beträgt mit 70 % den höchsten von allen Marketingmitteln. Werden alle Deutsche über 14 Jahre betrachtet, so besitzen 98 % der Bevölkerung mindestens einen Werbeartikel. Von diesen Besitzern nutzen 90 % ihre Artikel auch und 69 % aller Deutschen setzen Werbeartikel gerne ein. Es ist ersichtlich, dass eine unglaubliche Breite der Bevölkerung durch Werbeartikel erreicht wird. An einem Durchschnittstag sind es rund 89 % der Bevölkerung ab 14 Jahren, wodurch die Werbeartikel ganz klar die Nummer 1 der Werbeartikel sind. Um einen Vergleich zu schaffen: Bezüglich der Reichweite ist das Kommunikationsinstrument auf Platz 2 das Radio mit 78 %.

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Werbeartikel in anderen Ländern

Nun sind uns die Zahlen in Deutschland bekannt. Es ist aber auch immer lohnenswert, einen Blick in das Ausland zu werfen. In einer globalisierten Welt ist es wichtig, die Augen offen zu halten und Märkte außerhalb der eigenen Landesgrenzen zu beobachten. So kann man frühzeitig über Neuheiten und Trends im Bilde sein oder auch mögliche Probleme frühzeitig erkennen, bevor sie im eigenen Land auftreten.


In einer Studie aus den USA wurden 465 Geschäftspersonen aus New York, Chicago, Los Angeles und Philadelphia zu dem Thema Werbeartikel befragt. Zusätzlich wurden 213 Onlinebefragungen durchgeführt. Die Studie ergab folgende Ergebnisse:


  • 84 % der Teilnehmer erinnerten sich an die Werbetreibenden der jeweiligen Werbeartikel

  • 42 % der Teilnehmer hatten nach erhalten des Werbeartikels eine besser Meinung gegenüber dem Werbetreibenden und 24 % waren noch mehr dazu bereit, ein Geschäftsverhältnis einzugehen

  • 62 % sind nach erhalten des Werbeartikels ein Geschäftsverhältnis mit den Werbetreibenden eingegangen

  • 81 % der Werbeartikel wurden behalten, weil sie sich als nützlich erwiesen haben

  • Mehr als 75 % der Teilnehmer besaßen die Werbeartikel länger als 6 Monate

  • Mit 1.038 Impressionen pro Monat sind Taschen die Erfolgreichsten Werbeartikel

  • Der CPI (Cost per Impression) von Werbeartikeln liegt bei 0,004 US-Dollar


CPI- was ist das genau und warum ist er wichtig?

Der Cost per Impression ist ein Modell, das die Abrechnung der Werbekosten bezeichnet. Im Onlinemarketing wird bei jeder Anzeige des Werbemittels ein Betrag fällig. Bei haptischen Werbeartikeln werden die Kosten für die Werbeartikel durch die Anzahl der Impressionen geteilt. Durch dieses Modell kann der Reichweite der einzelnen Werbemittel einen Geldwert zugeschrieben werden.


Wie bereits festgehalten liegt der CPI von Werbeartikeln in der amerikanischen Studie bei 0,004 US- Dollar. Hier finden sie eine Auflistung anderer Werbeinstrumente in Amerika:


Medium

​CPI

​Prime Time TV

0,019 $

Cable TV

0,007 $

National Magazine

​0,033 $

Radio Spot

0,005 $

​Newspaper ad

0,019 $

​Billboard

0,003 $


 

Wertvolles Fachwissen für Unternehmer, Marketingexperten und Einkäufer!

Der Markt für Werbeartikel ist groß. Größer als viele Menschen denken. Aufgrund der Globalisierung und Digitalisierung ist der Gedanke weit verbreitet, dass herkömmliche Werbung mit Trends wie Google-Anzeigen nicht mithalten kann. Nun wissen Sie jedoch, dass der Schein oft trügt und Werbeartikel der Konkurrenz in nichts nachstehen und in vielen Aspekten sogar um einiges besser abschneiden. Der Stift, der im Büro genutzt wird, die Tasche, mit der Sie einkaufen gehen oder der Kalender an der Wand, in dem alle wichtigen Termine eingetragen sind. All diese Produkte werden oft genutzt und gesehen und können gleichzeitig Ihre persönliche Werbebotschaft verbreiten